Warum der Wald uns so guttut

Dass Waldbesuche uns guttun ist den meisten Menschen bekannt, aber der Wald hat auch eine komplexe Heilwirkung.

Waldluft enthält heilsame Duftstoffe und ätherische Öle

Waldluft ist besonders sauerstoffreich und sehr staubarm, sie enthält sogar bis zu 100-mal weniger Staubteilchen als Stadtluft. Nadeln und Blätter filtern Schadstoffe und Staub aus der Luft. Die Waldluft steckt voller aromatischer Stoffe und ätherischer Öle. Die sogenannten Terpene dienen Pflanzen mitunter zur Abwehr von Schädlingen. Für uns Menschen haben sie eine immunstärkende und schmerzlindernde Wirkung. Die Duftstoffe stimulieren zudem unsere körpereigenen Killerzellen gegen Krebs.

Clemens Arvay, Biologe und Autor aus Österreich beschäftigt sich schon seit längerer Zeit mit der Heilkraft von Bäumen und der Wirkung des Waldes auf unsere Gesundheit. Der Biologe ist überzeugt davon, dass der Wald gegen psychische Belastungen, Stress, Burnout und Depressionen wirkt. Neben seiner immunstärkenden Wirkung bietet der Wald zudem Schutz vor Herzkreislauferkrankungen und chronischen Erkrankungen.

Bereits im Jahr 1984  veröffentlichte das Wissenschaftsmagazin "Science" eine Studie über die positive Wirkung des Waldes auf die Gesundheit, die belegt, dass schon der Blick ins Grüne heilsam wirkt. Sicher ist außerdem, dass Bewegung im Wald die Stimmung aufhellt und stresssenkend wirkt. 

Wald für die Sinne

Würziger Geruch, Vogelgesang, beruhigende Farben und die angenehm frische Luft auf unserer Haut – der Wald spricht all unsere Sinne an, dies sorgt dafür, dass wir uns besser regenerieren und erholen können.

Die Wirkungen des Waldes auf unsere Gesundheit im Allgemeinen:

  • Waldbesuche wirken stressmindernd und sorgen für gute Laune und Entspannung (die Konzentration an Cortisol im Körper sinkt)
  • Waldluft stärkt das Immunsystem und regt die Produktion der körpereigenen Killerzellen gegen Krebs an
  • Der Wald wirkt positiv auf Blutdruck und Puls
  • Waldspaziergänge heben die Stimmung und sorgen für Glücksgefühle
  • Angst, Niedergeschlagenheit und Unruhe nehmen durch Waldbesuche ab
  • Die frische Luft versorgt die Haut mit Sauerstoff und kurbelt die Durchblutung an

Japan nutzt Waldbesuche längst als gesundheitliche Vorsorge. Shinrin-yoku, das sogenannte Waldbaden ist nicht nur eine beliebte und wichtige japanische Tradition, es wird sogar ärztlich verordnet.

Auch der Förster und Autor Peter Wohlleben beschäftigt sich mit der Wirkung des Waldes auf den Menschen. Nach Wohlleben sind Bäume ausgesprochen faszinierende Lebewesen und sie besitzen ein reichhaltiges Sozialleben. Wir sollten Bäume nicht einfach nur als Holz-Lieferanten sehen, denn sie haben Gefühle, ein Gedächtnis und kommunizieren mit anderen Bäumen. 

Was der Wald uns außerdem bietet:

  • Wir können unseren Gedanken freien Lauf lassen
  • Es entsteht Raum für Kreativität und neue Ideen
  • Unser Gehirn kann entschleunigen und sich besser konzentrieren
  • Wald entspannt unsere Augen und Ohren, wir können der Reizüberflutung den Moment entfliehen
  • Wald ist eine ideale Abkühlung im Sommer
  • Der weiche Waldboden ist besonders schonend für die Gelenke
  • Wir können uns im Wald erden, das geht am besten barfuß (Über die Erdung im Wald werde ich in einem weiteren Post schreiben)

Buchempfehlungen:

Das geheime Band zwischen Mensch und Natur von Peter Wohlleben

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