Warum wir gewinnen, auch wenn wir verlieren

Für mich ist das, was die meisten Menschen mit dem Begriff der Veränderung verbinden nicht so wirklich stimmig. Veränderung klingt dabei häufig so, als wäre das was vorher war komplett falsch gewesen. Als müsste man die eigene Person erst anpassen, um richtig zu sein. Für jemanden, der sich lange als minderwertig hielt, ist die „Veränderung“ vielleicht nicht das passende Wort. Für mich wäre das Wort Zugewinn oder Wachstum passender.

Veränderungen im Leben bewirken auch immer einen Wachstum.

Ich gewinne dazu, ich lerne aus meinen Erfahrungen. Ich bin auch bereit ein Leben lang zu lernen und bin gespannt auf neue Erfahrungen. Eine Veränderung soll aber auch nicht den Wert einer Person absprechen.

Gewinnen und verlieren – Wir sind keine Verlierer

Mit ist aufgefallen, dass es sich mit dem Worten Gewinnen und Verlieren auch so verhält. Wir wollen alle Gewinner sein, weil wir das Verlieren als etwas negatives kennengelernt haben. Als Kind konnte ich kein Spiel verlieren, das war für mich total schambesetzt und mit schlimmen Gefühlen verbunden. Beim Mensch-ärgere-dich-nicht Spielen, habe ich meiner zwei Jahre älteren Schwester nicht selten das gesamte Spielfeld um die Ohren gepfeffert, als ich registrierte, dass ich verlieren werde.

Es ging mir dabei nicht um das Gewinnen, stattdessen konnte ich das Gefühl der „Letzte“ oder der Verlierer zu sein, nur schwer aushalten. Doch bei Spielen, mit mehreren Teilnehmern, muss es immer einen Letzten geben. Spielt man nur zu zweit spielt, ist die Chance zu gewinnen ebenso hoch, wie zu verlieren – sie liegt bei 50 %. Es wird also immer jemanden geben, der das Spiel nicht gewinnt. Aber ist er deshalb ein Verlierer? Ist ein Marathonläufer der als Letzter oder Drittletzter die Ziellinie übertritt wirklich ein Verlierer? Vielleicht ist es auch eine Frage, womit wir das Verlieren und Gewinnen verbinden.

Die Sichtweise ist entscheidend

Sehen wir das Gewinnen als Glück an, oder als eigene Stärke und gründen darauf unser Selbstvertrauen? Ist das Verlieren einfach nur Pech, ein Teil des Lebens oder empfindest du es als persönliches Versagen? Verlieren ist häufig emotional besetzt.

Verlust schmerzt und berührt uns mehr, als dass wir uns gleichermaßen über Gewinn freuen.

Ich finde es ist wichtig zu lernen, dass wir keine „Verlierer“ sind, nur weil wir nicht immer gewinnen. Dass das Verlieren ein Teil des Lebens ist, kein NEGATIVER , sondern ein ganz normaler Teil des Lebens, ebenso wie das Gewinnen.

Gewinnen oder lernen – Wir gewinnen auch bei Verlust

Auch wenn wir verlieren, GEWINNEN wir dazu. Wir erleben neue Erfahrungen, die uns wachsen lassen. Viele bekannte Menschen haben lange „verloren“ und Misserfolge erzielt, bevor sie ein viel größeres Ziel erreicht haben. Das hätten sie womöglich ohne die vorher gemachten Erfahrungen nie so erreichen können.

Auch wenn wir verlieren, gewinnen wir also etwas dazu. Das muss nicht immer sofort im ersten Moment ersichtlich sein und es ist auch häufig mit starken Gefühlen verbunden. Aber nur weil wir nicht überall an der Spitze stehe, bedeutet das nicht, dass wir verlieren.

Finden und Wiederfinden

Wir nehmen vieles für zu selbstverständlich, häufig wird uns erst, wenn wir etwas verlieren bewusst, wie wertvoll es war. Wenn wir stattdessen etwas finden oder wiederfinden, was wir lange suchten und was uns sehr wichtig ist, dann schätzen wir den Gewinn umso mehr. Das kann etwas Materielles sein, zum Beispiel ein Lieblingskleidungsstück. Es kann aber auch etwas sein, was aus Deinem Inneren kommt, wie Vertrauen, Liebe und Verbundenheit, Gelassenheit, Frieden und Freude.

Alles Liebe

❤️

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